Home Krankheiten

Hypothermie

Ein Verlust der normalen Körpertemperatur führt zu Hypothermie. Ein erwachseneres Bennet Wallaby hat eine normale Körpertemperatur von 36 Grad, für ein Joey 37 Grad. Extrem Fälle der Hypothermie werden meistens hervorgerufen durch Mangelernährung, Parasiten und Infektionskrankheiten. Typische Symphtome sind eine Abkühlung der Haut, Ohren, Gliedmaßen und Schwanz. Ebenfalls kann man einen langsamen Herzschlag und Lethargie beobachten. Wenn die Körpertemperatur eines Macropus unter 24 Grad fällt, gehen die Körperfunktionen verloren.

 

Hyperthermie

Wenn die Körpertemperatur eines Wallabies mehr als 38 Grad ist, spricht man von Hyperthermie. Extreme Überhitzung ist oft geprägt durch das Aufkommen eines klebrigen, dicken Speichel auf dem Fell des Tieres. Gesunde Kängurus haben mehr Schwierigkeiten mit Wärme als mit kalten Temperaturen. Die Natur hat die Wallabies so ausgestattet, daß sie verschiedene Methoden anwenden, um sich selbst abzukühlen.

Typische Symphtome der Hyperthermie ist ein beschleunigter Herzschlag und eine schnelle Atmung, Speichelfluß und Ablecken der Arme und Beine, verursacht durch zu hohe Temperaturen, Lärm, schlechte Stallung und schlechte Luftqualität (z.B. erhöhter Amoniakgeruch im Stall).

 

Stress

Umwelt (Isolierung, neue Umwelt, unbekannte Tiere, andauernd bellende Hunde, extreme Temperaturen, falsche Ernährung, Parasiten, nicht artgerechte Unterbringung.

Kokzidiose

Kokzidiose ist eine hoch ansteckende Krankheit und kann tödlich für die Tiere sein. Es kann sein, daß ein Tier infiziert ist, aber nicht krank wird. Es kann jedoch auch sein, daß dieses Tier noch andere Tiere infiziert. Die Übertragung der Krankheit kann auch durch unsere Schuhe geschehen. Man kann z.B. von einer Wiese, wo kranke Tiere sind, diese Infektion mitnehmen. Die Infektion - Übertragung durch die Schuhe - ist nach 3 Monaten noch möglich. Kokzidiose wird verursacht durch Protezoren der Art Eimeria.

Die Kokzidiose bei Kängurus - Wallabies -ist spezifisch für diese Tiere. Viele Tierärzte wissen nicht, daß die Oozyten ( Eier Kokzidiose) abweichen, sowohl in Bezug auf Form und Größe im Vergleich zu den Oozyten von anderen Tierarten. Dadurch sehen sie diese Oozyten als Wurmeier an und raten zu einer Wurmkur., was jedoch nicht richtig ist.

Kokzidiose ist normalerweise sehr gut zu behandeln und auch zu verhindern. Ohne Behandlung kann es für die Tiere tödlich sein. Eine Kotuntersuchung sollte möglichst von einem Tierarztexperten für Kängurus vorgenommen werden. Vor allen in der feuchten Jahreszeit - Frühjahr und Herbst - sind die Tiere sehr empfänglich für diese Krankheit. Stress und wenig Abwehrstoffe begünstigen einen Ausbruch der Krankheit.

Symptome der Kokzidiose

Symptome von Kokzidiose sind Depressionen, Lethargie, verminderter Appetit, plötzlicher Gewichtsverlust und Austrocknung durch schlecht riechenden Durchfall. Wenn dies nicht behandelt wird, sterben die Tiere. Manchmal sind diese Symptome nicht deutlich zu erkennen.

Behandlung von Kokzidiose

Baycox wird in der Menge von 3 ml pro 1 liter Trinkwasser an 3 -5 Tagen gegeben. Es gibt Tierarten, da wird Baycox mit einem anderen Stoff vermischt. Jedoch für Kängurus muß das unverdünnte Baycox Präparat beim Tierarzt bestellt werden.

VORBEUGEN IST IMMER BESSER ALS HEILEN!

Vorbeugend sollte man 1 - 2 mal jährlich Baycox geben. Wichtig ist auch noch, daß der Trinkplatz sauber gehalten wird und täglich das Wasser erneuert wird. Das Gleiche gilt auch für den Futterplatz und das Futter selbst. Man sollte nicht zu viele Tiere in einem kleinen Gehege halten. Noch einmal sei hier gesagt, in der feuchten Jahreszeit sind die Tiere anfälliger.

Eingesperrtsein

Unzureichender Platz zum „Hüpfen und Springen“ für längere Zeit führt zu unzureichender Atmung, Verdauungsstörungen etc. und allgemeiner Schwäche, ohne dass Degeneration der Muskeln in den Hinterläufen zu erkennen ist.

 

Toxoplasmose durch Erreger

Toxoplasmose entsteht durch Protozonen Toxoplasma gondii. Er wird durch Katzen übertragen Es gibt drei Formen der Infektion. Erstens, die akute Form, es gibt keinerlei Anzeichen und die Tiere sterben sehr schnell.

Zweitens die chronische Form, die sich dadurch bemerkbar macht, daß die Tiere unter Lethargie, Durchfall, Atembeschwerden und anderen neuroligischen Symphtomen leiden, die innerhalb von 5 -7 Tagen zum Tode führen.

Als drittes ist die latente Form, wo sich Zysten durch den Parasiten bilden.

Die häufigsten Symphtome der Toxoplasmose bei Wallabies ist Blindheit, Probleme des zentralen Nervensystems und Durchfall, gefolgt von Atemwegserkrankungen und Mortalität.

Ganz wichtig ist, daß dort wo Wallabies leben keine Katzen auf das Grundstück der Tiere kommen und selbstverständlich auch keine Katzen an das Futter der Wallys kommen. Da Katzen besonders die Plätze der Heulagerung lieben, sollte hier auf jeden Fall darauf geachtet werden, daß dieser Platz "katzenfrei" bleibt.

 

Pneumonie Lungenentzündung

Infektionen, die zu einer Lungenentzündung führen, entstehen hauptsächlich bei Wallabies, die in Gefangenschaft gehalten werden (kleine Stallungen). Faktoren, die dazu führen sind weiter: Stress in Gefangenschaft, stressiger Umgang des Menschen mit den Tieren, schlechter Transport in Zusammenhang mit Stress, Hyper - oder Hypothermie, extreme Schwankungen der Temperaturen, fehlender Schatten im Sommer, unzureichende Belüftung oder schlechte Hygiene in der Unterkunft. (auf Ammoniakgeruch sollte besonders geachtet werden)

Die ersten Symphtome zeichnen sich aus durch einen Rückgang des Körpergewichtes und allgemeine Schwäche. Die Tiere werden sich weniger bewegen - weniger springen - und sich sehr oft ausruhen. Zu einem späteren Zeitpunkt kommen Husten und Nasenfluß hinzu. Die Tiere atmen schneller, da das Atmen ihnen mehr Anstrenung bereitet.

 

Lumpy Jaw (Dicke Backe auf deutsch)

Von Haltern am meisten gefürchtet, zu erkennen an Schwellungen im Gesicht, Kiefern, Stirnhöhle -- verschiedene Erreger , eine Entzündung des Gewebes im Mund, Erreger wandert über Lymphknoten und Lymphsystem letztlich bis in die Knochen. Meist ein langsamer chronischer Verlauf.

Zur Vorbeugung dient die Bereitstellung von frischen Ästen, die abgenagt werden können. (Apfel, Birne, Flieder, Linde, Birke und Haselnuss (keine Walnuss) Weide (nicht so viel entrinden lassen, da in der Rinde blutverdünnende Mittel enthalten sind. (Wallabys lieben diese Äste) Das Abrinden der Äste und Raufutter dient der Abhärtung des Gaumens, so dass dieser weniger anfällig für Verletzungen wird.


Tetanus

Makropoden sind empfänglich für Tetanusinfektionen, kann durch Impfung vermieden werden.


Vergiftungen durch Pflanzen

Als Faustregel gilt: was Pferd, Kuh und Schaf vertragen, können auch Wallabys fressen, aber nicht alles was Kaninchen und Ziegen vertragen, deren Verdauungsapparat weniger empfindlich ist.

Futterpflanzen, die mit Pestiziden oder Herbiziden gespritzt worden sind, auch Gemüse sollte gut gewaschen werden, für den robusten Menschen harmlose Spritzmittel (auch gegen Fäulnis) können für Wallabys gefährlich sein kein Gras oder Heu von stark gedüngten Wiesen (als Heu möglichst 2. Schnitt, Grummet).

Algen in Trinkgefäßen, besonders im Sommer können gefährlich sein Schimmel oder Fäulnis auf falsch gelagertem Futter ist ebenfalls schädlich für die Gesundheit der Tiere.


Ernährungs-Myopathie / White muscle disease

White muscle disease ist ein degenerativer Zustand, der wenn er nicht schnell behandelt wird, jeden Muskel des Körpers treffen kann, darunter auch das Herz und das Zerchfell. Die Entwicklung dieser tödlich endenden Krankheit wird verursacht durch einen Mangel an Selen und Vitamin E. Durch die Bereitstellung geeigneten Futters - Spezialkängurupellet Metazoa - kann diese Krankheit leicht verhindert werden. Die Nährstoffe tragen dazu bei, einen guten Muskelstoffwechsel aufrecht zu erhalten.

In Ländern, in denen die Tiere in freier Wildbahn leben und über ausreichende Nährstoffe im Boden verfügen und hier auch dementsprechende Pflanzen als Nahrung finden, ist diese Krankheit höchst selten.

Die ersten Merkmale der Erkrankung sind, daß die Tiere sich schwerfällig bewegen, ein allgemeines Schwächegefühl sich einstellt welches so weit geht, daß die Tiere sich hinlegen. In einem späteren
Stadium findet dann die Degeneration der Muskeln statt, vor allen Dingen in den hinteren Beinen. Die Tiere werden sich schwerfällig und "humpelnd" fortbewegen. Die Krankheit wird auch oft verwechselt mit "Stress Myopathie."

 

Parasiten

Wallabys haben kaum Parasiten unter denen Hund und Katze leiden, es sollte aber jährlich eine Wurmkur gemacht werden (Panacur, Strongit-T), aber Vorsicht Entwurmer für Hund oder Katze werden nicht immer von Wallabys vertragen, ein falsches Wurmmittel kann tödlich sein.